Gin Tasting im Genusspavillon

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Am vergangenen Wochenende habe ich mich mal weg vom Herd und ran an das Hochprozentige gewagt - natürlich nur unter fachkundiger Aufsicht. ;)

Denn für mich ging es das erste Mal zu einem Gin Tasting, welches aber nicht in irgendeiner Bar sondern - umgeben von lauter Köstlichkeiten und viel Hochprozentigem - im Genuss Pavillon der Galeria Kaufhof Filiale im MTZ stattfand.

Dort findet man nicht nur jede Menge Schokolade und köstliches Gebäck, sondern kann auch nach einer anstrengendem Shoppingtour entspannt an der Bar einen Cocktail trinken oder sich beim Gin-Shopping beraten lassen.

 

Wir durften am Samstag an der Bar Platz nehmen und eine Auswahl an Gin probieren. Der Fokus lag dabei auf regionalen Gins, aber auch Kreationen von weiter her gab es zu verköstigen.

 

Bevor ich euch die unterschiedlichen Gin-Varianten vorstelle, zunächst aber eine kleine Gin-Kunde 101 - man muss ja schließlich sein erworbenes Wissen weitergeben. ;)

Der Gin wurde nämlich gar nicht so weit weg bei unseren Nachbarn in Holland entwickelt. Bekannt unter dem Namen "Genever (holländisch für: Wacholder)" ist dieser bereits im 16. Jahrhundert als Genussmittel beliebt gewesen.

 

 

In den letzten Jahren hat der Gin ein Revival erlebt und ist aktuell eins der beliebtesten alkoholischen Getränke. 

Kein Wunder, dass es inzwischen eine Vielzahl von Brennereien und Anbietern gibt. 

Da das Wacholder-Destillat besonders wandelbar ist, gibt es immer wieder neue Rezeptkreationen mit unterschiedlichen Botanicals im Fokus.

Amato: 

Bei unserem Gin Tasting haben wir mit einem milden Gin aus Wiesbaden gestartet, der eine starke Citrusnote hatte: dem "Amato" - was "der Geliebte" bedeutet. Der Amato gehört zur Kategorie der New Western Dry Gins und zeichnet sich dadurch aus, dass er neben der Wacholdernote noch andere Aromen mit gleicher Intensität enthält.

Gemischt mit einem frischen Tonic, einer getrockneten Tomate und einem Zweig Rosmarin auf einem Eiswürfelblock wurde der Gin zu einem leckeren Long Drink.

Bembel Gin: 

Weiter ging es mit dem Bembel Gin. Nicht nur optisch ist dieser mein Highlight des Tastings geworden.

Passend zum Bembel-Thema hat der Bembel Gin eine starke Apfelnote und schmeckt dadurch recht mild.

Der Knaller ist der Gin aber gemischt mit einer Grapefruit Limonade (bspw. Thomas Henry Grapefruit Limonade) auf Eiswürfeln und einem getrockneten Apfelring.

Für mich der perfekte Long Drink für die nächste Party. :)

Roku: 

Mit dem Roku Gin ging es ab nach Asien. Der Geschmack des Roku Gins ist passend zu Japan wieder etwas klassischer im Geschmack. Roku bedeutet Nr. 6. Die Zahl spiegelt sich auch in der Gestaltung der Flasche wieder, bei der jede der 6 Seiten für ein Grundbotonical steht. 

Gibt man in den Gin ein frisches Ingwerstück, wird der Geschmack des Gins etwas milder. 

Gemischt mit einem Cherry Blossom Tonic hat man richtiges Japan Feeling und einen optisch wirklich schönen Long Drink.

Ungava: 

Der Ungava sticht schon einmal aufgrund seiner Farbe heraus. Denn im Gegensatz zu den anderen Gins ist er gelblich gefärbt. Die Farbe kommt von einer der Zutaten: der milden Hagebutte. 

Der Ungava wird auf der nördlichsten Insel in Kanada hergestellt und enthält neben der milden Hagebutte weitere arktische Botanicals, wie z. B. Nordweizen und krönländischen Porst.

Mit etwas frischem Thymian und dem Fever Tree Tonic lässt der Ungava sich als Longdrink servieren.

Zum Ende des Gin Tastings haben wir uns zwei Bio-Gins gewidmet. Auf diese war ich besonders gespannt, da ich bei alkoholischen Bio-Getränken oftmals einen großen Unterschied im Geschmack zu der üblichen Variante sehe, wie z. B. bei Bio Wein.

 

Humbel Clouds Bio: 

Gestartet sind wir bei dem Humbel Clouds Bio Gin aus der Schweiz, der hoch in den Bergen entwickelt wurde. Passend dazu ist die Wahl der Botanicals, die in diesem Gin enthalten sind, wie z. B. Salbei, Kardamon und Thymian.

Zu dem Gin gab es das 1724 Tonic und etwas Salbei.

Geschmacklich fand ich den Humbel Clouds wirklich lecker und zusammen mit dem Tonic und dem Salbei hatte er eine besonders frische Note, sodass man das Bergaroma schmecken konnte. 

Biostilla Organic Mediterraneo:

Den Abschluss des Tastings hat der Biostilla Organic Mediterraneo gemacht, der - wie der Name schon vermuten lässt - aus Italien kommt. 

Der Geruch des Gins hatte wieder eine stärkere Citrus Note, die durch Zutaten wie Zitrone, Orange, Lavendel und Holunderblüten entsteht.

Passend zu der spritzigen Note des Gins gab es eine frische Orangenzeste und das Double Dutch Tonic in der Long Drink Mischung des Biostilla's. 

 

Mit dieser spritzigen Variante haben wir das Gin Tasting abgerundet. 

Mein Gin-Radius war vor dem Gin Tasting sehr eingeschränkt (schlimm schlimm, das zu sagen, bei weit über 100 Brennereien in Deutschland ;) ) und mit dem klassischen bitteren Gin Tonic Geschmack konnte ich nicht so viel anfangen. Die Tonic Auswahl beim Tasting hat mich aber vollends überzeugt und insbesondere die ausgefalleneren Mischungen mit Grapefruit Limo und Cherry Blossom Tonic haben mich so begeistert, dass ich an diesem Wochenende gleich noch einmal ein Tasting Zuhause mit Freunden gemacht habe. 

Zwar habe ich das Cherry Blossom Tonic nicht bekommen, sondern als Ersatz den Roku Gin mit einer Rose Lemonade gemischt, was aber auch sehr gut harmoniert hat.

 

Falls ihr also mal Lust habt euer Gin-Sortiment aufzustocken oder ein paar ausgefallene Varianten zu probieren, schaut auf jeden Fall mal im Genuss Pavillon vorbei. Dort findet ihr nicht nur eine riesige Auswahl an Gin, sondern auch viele ausgefallene Tonics, die sich wundebar zum Mischen eignen. Und ausprobieren geht definitiv über studieren. :)

 

Vielen lieben Dank noch einmal an das Galeria Kaufhof Team im MTZ und an Borce für all die Informationen und die wunderbaren Gin-Kombinationen. :) 

 

Bis zum nächsten Tasting. 

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