Ein Food-Spaziergang durch Kopenhagen

(Enthält Werbung- Buchempfehlung, Ortsnennung unbeauftragt)

 

Direkt an Neujahr ging es für mich relativ spontan 4 Tage nach Kopenhagen: Ausspannen, die Stadt und vor allem das lokale Essensangebot erkunden.

Gesagt, getan. 

 

Zum Glück habe ich zu Weihnachten von meinem Freund ein Buch über das Essen in Kopenhagen bekommen, sodass wir einige gute Anhaltspunkte für ein paar Food-Stops bekommen haben.

Denn ich weiß nicht wie es euch geht ... wenn man in einer fremden Stadt unterwegs ist neigt man ja doch öfters mal dazu, das Angebot wahrzunehmen, welches sich gerade auf der Route anbietet. Dies führt aber oftmals dazu, dass man nicht das ausprobiert, was man gerne würde, weil gerade nicht das in der Nähe ist, was man gerne probiert hätte, das Restaurant voll oder die Zeit zu knapp ist.

 

Damit das diesmal nicht passiert, haben wir vorab schon einige Restaurants, Café's und Markthallen in den verschiedenen Stadtteilen in Kopenhagen herausgesucht, die wir gerne besuchen wollten und danach unsere Tagestouren geplant.

Als Wegweiser hat uns das Buch "Copenhagen Food" von Trine Hahnemann gedient.

 Indre By, Nyhavn, Christianshavn: 

Am ersten Tag haben wir es gemütlich angehen lassen und uns auf den Weg in Richtung Nyhavn gemacht, wo wir uns das Bistro "The Union Kitchen" zum Frühstücken ausgeschaut hatten. Außer uns hatten die Idee an diesem Vormittag allerdings noch ein paar mehr Leute, sodass das Bistro schon bis auf den letzten Platz gefüllt war. Weiterziehen kam für uns vor dem ersten Kaffee nicht in Frage und so hieß es brav vor der Tür Schlange stehen und die Karte schon einmal studieren. 

Nach diesem Erlebnis haben wir unsere Restaurant-Pläne für die nächsten Tage noch einmal überprüft und bereits 2-3 Reservierungen gemacht, damit wir auf den nächsten Kaffee am Morgen nicht so lange warten mussten. ;)

 

Nach einer ausgiebigen Brunch Platte ging es auf Entdeckungstour durch Nyhavn rüber nach Christianshavn, bis auch schon der nächste Aufwärm-Stopp anstand, da es wirklich ziemlich kalt war. 

Ausgesucht haben wir uns dafür den Bäcker Lakagehuset. Dieser hat eine leckere und breite Auswahl an Gebäck und eine wunderbare heiße Schokolade, die ich gleich mal testen musste. 

Dazu gab es eine "kleine" Zimtschnecke (ist ja schließlich Urlaub;) ).

 

 

Frisch gestärkt und aufgewärmt ging es dann durch die Freistadt Christiania, wo es nicht nur künstlerisch einiges zu schauen gab.

 

Wenn ihr dann wieder in Richtung Nyhavn aufbrechen wollt, könnt ihr den Weg zurück über die Inderhavnsbroen nehmen. Direkt an der Brücke noch auf der Seite von Christianshavn gibt es einige Foodstände, die allerdings im Winter geschlossen sind. Schade, da hätte ich gerne etwas probiert. Aber ein Grund mehr noch einmal im Frühjahr/Sommer nach Kopenhagen zu fahren.

Alternativ haben wir die "etwas" teurere Variante getestet und das Restaurant Barr besucht, das ebenfalls direkt an der Brücke zwischen Nyhavn und Christianshavn liegt.

Das Barr ist ein modernes Restaurant, dass traditionelle Gerichte aus Nordeuropa neu interpretiert.

Auf der Speisekarte gibt es ein Menü zur Auswahl oder man kann zwischen einer Auswahl von Hauptgerichten und einigen Beilagen wählen. 

Die Gerichte reichen von einer dänischen Frikadelle mit Trüffel bis hin zur belgischen Waffel mit Kaviar.

Das Highlight für uns war aber tatsächlich das selbstgemachte Brot, welches mit Joghurt und Chia Samen richtig schön saftig war. 

Wer gerne etwas hochwertiger Essen geht, für den ist das Barr auf jeden Fall etwas.

Aber man muss auch etwas tiefer in die Patte greifen. 

 

Falls ihr lieber etwas schnelles auf die Hand essen möchtet, empfehle ich euch den døp Stand, bei dem es eine große Auswahl an organischen Hot Dogs gibt.

 

Wer nach einem entspannten Spot für den Sonnenuntergang (der im Januar schon recht früh war: ca. 15:40 Uhr) sucht, dem kann ich den Original Coffee im Ilum in Indre By empfehlen. Hier kann mit einer Decke und einem heißen Kaffee der Sonne beim Untergehen zusehen und etwas die Aussicht von oben auf das Stadttreiben beobachten.

 

Für alle Nostalgiker, die den Freizeitpark-Trubel lieben, ist der Tivoli bestimmt ein Erlebnis. 

Anfang Januar war der Park zwar geschlossen, in die Tivoli Foodhall hat es uns aber dennoch verschlagen. 

Hier gibt es eine große Auswahl an Food-Ständen, angefangen beim Smørrebrød über Burger bis hin zur Ramen Suppe ist garantiert für jeden etwas dabei. 

In der Halle sind überall Sitzgelegenheiten, sodass man das Essen vor Ort genießen kann. 

 

Norrebrø:

 

Am nächsten Tag ging es gut erholt - diesmal etwas früher, damit wir den Tag und vorallem das Tageslicht optimal nutzen konnten - auf nach Norrebrø in die Torvehallerne. In den Foodhallen gibt es neben frischen Zutaten, Büchern und Küchenzubehör auch jede Menge Food-Stände, die von Smørrebrød bis hin zur Pizza viele Köstlichkeiten anbieten. Da es Frühstückszeit war, haben wir das Porridge von Grød ausprobiert. Und ich kann nur sagen: das war definitiv das beste Porridge, was ich bisher gegessen habe. 

Daher hab ich mir gleich das Kochbuch mitgenommen. Mal sehen, ob es mir auch so schmackhaft gelingt.

 

Nach dem Frühstück sind wir durch Nørrebro geschlendert und schließlich entlang des Sortedams Sø bis hin zum Aamans Deli wieder in Richtung Stadtzentrum gelaufen, wo es endlich köstliches Smørrebrød für uns gab.

Daran könnte ich mich wirklich gewöhnen. Schade, dass es der Smørrebrød-Trend noch nicht zu uns geschafft hat. 

 

 

Osterbrø:

 

Noch ein "kleiner" Fußmarsch führte uns nach Osterbrø, wo wir im Original Coffee neben der deutschen Botschaft einen heißen Tee zum Aufwärmen getrunken und das Neubaugebiet in der Gegend bestaunt haben. 

Das eigentliche Ziel unseres Ausflugs war das Restaurant Silo. Bei einem genaueren Blick auf die Speisekarte haben wir uns an diesem Tag aber doch umentschieden, auch wenn das Silo mit seiner Lage und Höhe sicherlich eine spannende Location für ein Abendessen gewesen wäre. Vielleicht ja beim nächsten Kopenhagen-Besuch.

So sind wir lieber den Rückweg ins Stadtzentrum angetreten und haben auf dem Weg noch einen Abstecher zur kleinen Meerjungfrau gemacht.

 

Vesterbrø & Frederiksberg:

 

Am dritten Tag haben wir uns in Vesterbrø umgeschaut und den Tag bei einem ausgiebigem Frühstück begonnen. Nach dem Frühstück ging es dann gemütlich durch den Park in Frederiksberg bis hin zum kleinen Schokoladenlädchen "Chokolade" auf der Frederiksberg Allé, wo wir uns einen Fløddeboller zum Mitnehmen besorgt haben. Die Fløddeboller sind die dänische Variante eines Schaumkusses. Jedoch sind sie deutlich größer und es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen und einige haben anstatt eines Waffelbodens einen Marzipanboden. 

Danach ist man auf jeden Fall pappsatt. Da hilft nur noch mehr Laufen ;). Gut, dass Frederiksberg und Vesterbrø einige schöne Ecken zu bieten hat. Bis zu unserem nächsten Kaffeestopp haben wir uns daher etwas Zeit gelassen und erst wieder am Kihoskh Halt gemacht. In dem Kiosk gibt es neben leckerem Kaffee auch jede Menge Spezialitäten zu genießen..also eigentlich könnte man da gleich wieder snacken ;), wenn der Fløddeboller nicht noch so schwer im Magen gelegen hätte..

 

 

 

Wie ihr seht waren es ein paar sehr schmackhafte Tage in Kopenhagen. Kopenhagen ist auf jeden Fall für alle Foodies und Schleckermäuler eine aufregende Stadt, denn bei all den süßen kleinen Restaurants, Café's und Imbiss-Ständen in den verschiedenen Stadtvierteln hat man wirklich die Qual der Wahl. 

 

... und wem die Vorschläge oben noch nicht reichen, dem kann ich noch den Gasoline Burger an der Vesterport Station empfehlen. Hier gibt es für die Reisenden einen super leckeren Burger vom kultigen Gas Station Burger Grill. 

 

Aufgehoben für einen weiteren Besuch im Sommer haben wir uns ein exklusives Abendessen auf dem Dachgarten bei Gro Spiseri, wo man in kleiner Runde zwischen Kräutern und Gemüse ein Menü auf dem Dach genießen kann. Klingt auf jeden Fall super, aber vor allem nach einem wunderbaren Abend für einen entspannten Sommerabend.

Daher muss es noch bis zu einem nächsten Besuch warten.

 

Falls ihr dafür noch weitere Tipps und Ideen für mich habt, gerne her damit. :) 

 Ich wünsche euch auf jeden Fall erstmal viel Spaß beim Erkunden von Kopenhagens Food Highlights. 

 

 

 

 

 

 

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